Importierte Lebensmittel verdrängen lokale Produkte

Seit langer Zeit [Quellen 2007] klagen die Gemüseanbauer, sie fänden keinen Markt für ihre Produkte. Endlich reagierte die Regierung. Sie untersagte allen Supermärkten, importiertes Gemüse zu verkaufen. Stattdessen sollten sie einheimisches anbieten.

Die Tanzania Agriculture Society kritisierte, das Verbot verstoße gegen das Prinzip der freien Marktwirtschaft, es müsse sofort rückgängig gemacht werden. Besser wäre es, die heimischen Landwirte zu schulen. Doch der Leiter des City Supermarket u. a. lobten, die Landwirte und ihre Produkte würden gefördert.

Die Regierung wird 2.500 Landwirtschaftsexperten einstellen mit dem Auftrag, die Landwirte zu informieren.
Stephen Wassira, damals Minister für Landwirtschaft, Ernährungssicherheit und Cooperative, sagte, er habe nicht von einem sofort wirksamen Verbot gesprochen, nur gesagt, wenn die heimischen Produzenten bessere Ware liefern, verschwinde importierte bald.

Der Exekutivdirektor des Agriculture Council of Tanzania sagte, ein Verbot, importiertes Gemüse zu verkaufen, sei längst überfällig; auch die Einfuhr aller anderen Waren, für die es im Land vollwertigen Ersatz gibt, solle verboten werden. Beträchtliche Mengen tansanischen Gemüses würden nach Kenia und Europa exportiert, und es habe keine Klagen gegeben. (Guardian 18./21.9.07; Alasiri 18.9.07)

Quelle: Mission Eine Welt: Tansania Information 04/2008

von - 15. Apr. 2008 - Kategorie: Wirtschaft