<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>ndanda-projekt.info</title>
	<atom:link href="http://www.ndanda-projekt.info/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.ndanda-projekt.info</link>
	<description>entwicklungszusammenarbeit in ndanda, tansania</description>
	<lastBuildDate>Fri, 16 Jul 2010 11:26:51 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.2</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Up-date</title>
		<link>http://www.ndanda-projekt.info/text-1161</link>
		<comments>http://www.ndanda-projekt.info/text-1161#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 14 Jul 2010 16:43:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bernice</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Tagebuch]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ndanda-projekt.info/?p=1161</guid>
		<description><![CDATA[
In den letzten Wochen, oder sagen wir besser Monaten, haben wir unsere Homepage sträflich vernachlässigt. Nicht dass die Routine unseres täglichen Lebens uns keine Themen zu schreiben mehr gibt, Themen gibt es zu genüge. Es ist eher so, dass zu viel passiert, als dass wir die Musse haben, es zu Papier zu bringen. Schreibe ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1172" class="wp-caption aligncenter" style="width: 530px"><a href="http://www.ndanda-projekt.info/wp-content/uploads/Lake-Viktoria.jpg"><img class="size-full wp-image-1172 " title="Lake Viktoria" src="http://www.ndanda-projekt.info/wp-content/uploads/Lake-Viktoria.jpg" alt="" width="520" height="390" /></a><p class="wp-caption-text">Blick auf den Viktoriasee bei Musoma.</p></div>
<p style="text-align: center;">
<p>In den letzten Wochen, oder sagen wir besser Monaten, haben wir unsere Homepage sträflich vernachlässigt. Nicht dass die Routine unseres täglichen Lebens uns keine Themen zu schreiben mehr gibt, Themen gibt es zu genüge. Es ist eher so, dass zu viel passiert, als dass wir die Musse haben, es zu Papier zu bringen. Schreibe ich am Abend nicht sofort auf, was ich an diesem Tag erlebt habe, bringt der nächste Tag Neues, und der Tag vorher verblasst.</p>
<p>Mitte Mai waren wir für eine Woche in Musoma, eine kleine Stadt im Norden Tansanias am wunderschönen Victoriasee, in einem Jahrestreffen der Interteam-Fachleute, die in Tansania arbeiten. Es war toll, alle Kollegen wieder zu sehen und unsere Diskussionen und der Austausch über unsere Arbeit und  unser Leben hier, war sehr anregend. Es hat uns auch gezeigt, wie schwierig manche Einsätze sind. Nicht alle haben das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun. Nicht alle haben die Möglichkeit, überhaupt etwas zu tun. Ich würde sagen, der Einsatz steht oder fällt mit der tansanischen Partnerorganisation, sind in dieser einige aktive, engagierte Menschen, denen das Leben der anderen nicht egal ist, dann kann man einiges bewirken.</p>
<h3>Mapacha &#8211; Zwillinge</h3>
<p>Zurück von Musoma, mit dem üblichen Tag Zwischenhalt in Dar es Salaam, hatte uns die Arbeit schnell wieder. Eines Morgens bat mich die Ärztin der Kinderstation bei der Ernährung von Zwillinge, auf Kiswahili &#8220;mapacha&#8221;, zu helfen. Die Mutter hat geisteskrank ihre Kinder bei der Grossmutter gelassen und ist seitdem vermisst. Die Grossmutter, knapp über 50 Jahre alt, lebt mit ihrem Mann in einem Dorf hier in der Nähe von der Hand in den Mund. Beide ungefähr 18 Monate alten Kinder hatten schwere Unterernährung, ein Kind war sehr dünn, das andere hatte Oedeme, Schwellungen der Füsse und Hände, des Gesichts. Man nennt diese Erkrankung Kwashiokor. Ungefähr 6 Wochen lang habe ich die Schwesternschüler bei der Ernährung dieser Kinder angeleitet. Alle drei Stunden müssen solche Kinder mit einer speziellen Milch, F-75, gefüttert werden, bis ihr Stoffwechsel sich erholt hat, die Leber wieder richtig funktioniert und die Kinder wieder genug Energie zum leben haben. Unterernährte Kinder weinen nicht, sie lachen nicht, sie bewegen sich nicht und reagieren kaum, wenn man versucht, zu ihnen Kontakt aufzunehmen.</p>
<div id="attachment_1166" class="wp-caption alignleft" style="width: 209px"><a href="http://www.ndanda-projekt.info/wp-content/uploads/img_4252.jpg"><img class="size-medium wp-image-1166 " title="Doto, auf Kiswahili &quot;der  ältere der Zwillinge&quot;" src="http://www.ndanda-projekt.info/wp-content/uploads/img_4252-199x300.jpg" alt="Doto, auf Kiswahili der ältere der Zwillinge, leidete an  Kwashiokor. Er konnte sich von seiner Unterernährung nicht erholen." width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Doto, auf Kiswahili der ältere der Zwillinge,  leidete an Kwashiokor. Er konnte sich von seiner Unterernährung nicht  erholen.</p></div>
<p>Nach ein paar Tagen, als ich gesehen habe, das die Kommunikation auf der Station zwischen den einzelnen Schichten kaum stattfindet, und immer wieder vergessen wurde, die Kinder zu füttern, habe ich beschlossen, jeden Tag bei jeder Schicht mindestens einmal vorbei zu gehen. So habe ich über mehrere Wochen einmal morgens, einmal nachmittags und einmal während der Nacht die Kinderstation besucht. Jedesmal kontrolliert, wie es den Kindern geht. Ich habe unglaublich viele Fehler in der Behandlung dieser Kinder gesehen. Dann habe ich begonnen, die Fieberkarte zu kontrollieren, die Gabe der Medikamente, die Herstellung der Milch, ob genügend Milchpulver aus dem Lager fürs Wochenende geholt wurde, ob der Grossmutter Windeln für die Kinder gegeben wurde&#8230; Immer habe ich die diensthabenden Schüler um das Bett versammelt, Symptome erklärt und die Behandlung. Dreimal am Tag. Einige Herzen konnte ich gewinnen, ein paar graduierte Schwestern habe ich beim gemütlichen „im-Schwesternzimmer-sitzen“ gestört.</p>
<p>Am Morgen nach unserer Rückkehr von einer Woche Ferien, die wir uns Mitte Juni genommen haben, weil Emmas „Sommer“ferien begannen, ist der ältere der beiden, Doto, nach einer kalten Nacht gestorben. Die Grossmutter mit dem jüngeren Zwilling wurde noch am gleichen Tag entlassen. Sie sind in ihr Dorf zurückgekehrt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ndanda-projekt.info/text-1161/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Rundbrief &#8220;Salama&#8221; Nr. 3</title>
		<link>http://www.ndanda-projekt.info/text-1143</link>
		<comments>http://www.ndanda-projekt.info/text-1143#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 10 Apr 2010 18:00:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>elias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rundbriefe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ndanda-projekt.info/?p=1143</guid>
		<description><![CDATA[Unser dritter Rundbrief ist fertiggestellt und sollte inzwischen bei allen angekommen sein, die ihn als Briefpost oder elektronisch erhalten. 
Zur Erinnerung: Hier kann der Rundbrief bestellt oder abbestellt werden: An-/Abmeldung Rundbrief
Hier könnt ihr die dritte Ausgabe im PDF-Format herunterladen (Dateigrösse 1,7 MB)

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unser dritter Rundbrief ist fertiggestellt und sollte inzwischen bei allen angekommen sein, die ihn als Briefpost oder elektronisch erhalten. <span id="more-1143"></span></p>
<p>Zur Erinnerung: Hier kann der Rundbrief bestellt oder abbestellt werden: <a href="http://www.ndanda-projekt.info/18/anmeldung-fur-rundbrief">An-/Abmeldung Rundbrief</a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.ndanda-projekt.info/wp-content/uploads/rundbrief3_vierneisel_internet.pdf">Hier könnt ihr die dritte Ausgabe im PDF-Format herunterladen (Dateigrösse 1,7 MB)</a></p>
<div id="attachment_1147" class="wp-caption aligncenter" style="width: 210px"><a href="http://www.ndanda-projekt.info/wp-content/uploads/rundbrief3_vierneisel_internet.pdf"><img class="size-full wp-image-1147" title="Titelbild_blog" src="http://www.ndanda-projekt.info/wp-content/uploads/Titelbild_blog.jpg" alt="Rundbrief &quot;Salama&quot; Nr. 3" width="200" height="284" /></a><p class="wp-caption-text">Rundbrief &quot;Salama&quot; Nr. 3</p></div>
<p style="text-align: center;">
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ndanda-projekt.info/text-1143/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der Regen und die Folgen&#8230;</title>
		<link>http://www.ndanda-projekt.info/text-1117</link>
		<comments>http://www.ndanda-projekt.info/text-1117#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 30 Mar 2010 18:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>elias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tagebuch]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ndanda-projekt.info/?p=1117</guid>
		<description><![CDATA[Dieses Jahr hat es zum Glück immer wieder geregnet. Ein Segen für die Menschen, die jetzt anfangen können, zu ernten. Aber während es bisher meistens nur einmal am Tag und manchmal auch ein paar Tage gar nicht geregnet hat, regnet es jetzt seit etwa 2 Wochen ständig. Und das soll noch etwa 2 Wochen so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1133" class="wp-caption aligncenter" style="width: 530px"><a href="http://www.ndanda-projekt.info/wp-content/uploads/img_0856.jpg"><img class="size-full wp-image-1133" title="Regenwolken über Ndanda" src="http://www.ndanda-projekt.info/wp-content/uploads/img_0856.jpg" alt="Regenwolken über Ndanda" width="520" height="349" /></a><p class="wp-caption-text">Regenwolken über Ndanda</p></div>
<p>Dieses Jahr hat es zum Glück immer wieder geregnet. Ein Segen für die Menschen, die jetzt anfangen können, zu ernten. Aber während es bisher meistens nur einmal am Tag und manchmal auch ein paar Tage gar nicht geregnet hat, regnet es jetzt seit etwa 2 Wochen ständig. Und das soll noch etwa 2 Wochen so weitergehen. Manchmal ist der Himmel voll tiefschwarzer Wolken, es stürmt und blitzt und schüttet wie aus Kübeln, manchmal  gibt es einfach einen kurzen, leichten Schauer. Manchmal gibt es eine kurze Unterbrechung und es scheint die Sonne, aber dann fängt der Regen schon wieder an. Das Gute daran ist, dass die ständige Hitze der letzten Monate langsam nachlässt und wir uns nachts jetzt schon manchmal mit einer dünnen Decke zudecken. Wir lieben den Regen. Wir lieben es im Haus zu sein und  durch   die offenen Fenster und Türen das stürmische Wetter zu hören und zu   sehen  und den Wind zu spüren.</p>
<p>Doch leider hat der Regen nicht nur Vorteile.</p>
<p>Durch die ständigen Niederschläge ist jetzt immer alles feucht. Die Luftfeuchtigkeit ist so hoch, dass am Abend, wenn man ins Bett geht, die Decke und das Laken klamm sind. Auch die Kleidung ist feucht. Es hat fast keinen Sinn mehr, Wäsche zu waschen, da sie doch nicht richtig trocknet. Meistens stellen wir einen Ventilator vor den Wäscheständer, das hilft etwas. Aber auch wenn die T-Shirts getrocknet, gebügelt und zusammengelegt sind, sind sie am Abend trotzdem wieder klamm. Und als Folge der Feuchtigkeit fängt dann auch noch alles an zu schimmeln: Schuhe, Körbe, Ledertaschen, die Badezimmerwand hinter den Handtüchern, der Holzhocker in der Küche usw. Neuerdings hängen also auch immer Bernice&#8217; Birkenstocks am Wäschständer und ihr schöner eckiger Korb für die Arbeit&#8230;</p>
<p style="text-align: center;">
<p>Mehr als feucht wurde auch unsere Badezimmerdecke. Der Grund ist hier jedoch, dass das Blechdach die Regenmenge nicht mehr bewältigen konnte und es in den Dachstuhl geregnet hat. So sahen wir eines Tages einen  Fleck an der Decke der immer grösser wurde und dann fing es an zu tropfen&#8230; (Heute waren die Handwerker da).</p>
<p>Auf der Strasse nach Dar es Salaam, der einzigen passablen Strassenverbindung in den Norden des Landes, war eine Brücke zerstört. Hunderte von Autos konnten nicht mehr weiterfahren. Die zahlreichen Busse, die täglich aus Dar es Salaam in den Süden und zurückfahren, konnten die Stellen ebenfalls nicht passieren. Deshalb schickten die Busunternehmen von beiden Seiten einen Bus und die Passagiere mussten zu Fuss durchs Wasser waten. Auch zahlreiche andere Strassenverbindungen waren zeitweise gesperrt.</p>
<p>Im Nachbardorf Chikundi war gestern am Morgen der Fluss über das Ufer getreten und machte die Strasse nach Ndanda unpassierbar. Alle Menschen warteten, bis die Strasse wieder frei sein würde. Einer der Wachmänner des Spitals wollte aber nicht zu spät zur Arbeit nach Ndanda kommen und machte sich daran, mit seinem Fahrrad das Wasser zu durchqueren&#8230; Nur durch die beherzte Hilfe der Umstehenden konnte er kurz darauf aus den Fluten gezogen werden — sein Fahrrad konnte aber nicht mehr gerettet werden.</p>
<p>Natürlich sind auch viele Häuser vom Regen in Mitleidenschaft gezogen.  Im Gegensatz zu unserem Haus, sind viele Häuser in den Dörfern viel  einfacher und weniger stabil gebaut. Und wenn man in einem Haus, wie auf  dem Bild unten, lebt, ist der Regen natürlich noch viel fataler.</p>
<div id="attachment_1132" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><a href="http://www.ndanda-projekt.info/wp-content/uploads/DSC03315.jpg"><img class="size-full wp-image-1132 " title="Wohnhaus ausserhalb von Ndanda" src="http://www.ndanda-projekt.info/wp-content/uploads/DSC03315.jpg" alt="Wohnhaus ausserhalb von Ndanda" width="480" height="266" /></a><p class="wp-caption-text">Wohnhaus ausserhalb von Ndanda</p></div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ndanda-projekt.info/text-1117/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kindheit in Tanzania</title>
		<link>http://www.ndanda-projekt.info/text-1099</link>
		<comments>http://www.ndanda-projekt.info/text-1099#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 23 Mar 2010 17:17:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bernice</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tagebuch]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ndanda-projekt.info/?p=1099</guid>
		<description><![CDATA[

Heute hat mich einer meiner Schüler gefragt, ob er am Nachmittag bei uns vorbeikommen kann. Er würde gerne mit mir etwas besprechen.
Diesen Schüler habe ich sehr gerne. Er hat mir einmal gesagt,  dass ihm aufgefallen sei, dass Emma soviel Liebe bekommen würde. Deswegen sei sie so unbekümmert. Das Dormitory der männlichen Schüler liegt genau [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<div id="attachment_1104" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><a href="http://www.ndanda-projekt.info/wp-content/uploads/img_3339.jpg"><img class="size-full wp-image-1104 " title="zwei Schüler des zweiten Ausbildungsjahres" src="http://www.ndanda-projekt.info/wp-content/uploads/img_3339.jpg" alt="zwei Schüler des zweiten Ausbildungsjahres" width="480" height="320" /></a><p class="wp-caption-text">zwei Schüler des zweiten Ausbildungsjahres</p></div>
<p>Heute hat mich einer meiner Schüler gefragt, ob er am Nachmittag bei uns vorbeikommen kann. Er würde gerne mit mir etwas besprechen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Diesen Schüler habe ich sehr gerne. Er hat mir einmal gesagt,  dass ihm aufgefallen sei, dass Emma soviel Liebe bekommen würde. Deswegen sei sie so unbekümmert. Das Dormitory der männlichen Schüler liegt genau gegenüber unserer Wohnung und da sie meist draussen sitzen, bekommen sie viel mit, was bei uns so läuft.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Der Schüler hat, seitdem er zehn Jahre alt war, nicht bei seinen Eltern gewohnt. Sein Vater hat getrunken und war jähzornig, so dass der kleine Junge viel Angst hatte und immer geweint hat. Die Familie entschied den Jungen in die Familie des Onkels zu geben, der weit von hier in den Bergen wohnt. Dies ist für tanzanische Verhältnisse nicht aussergewöhnlich. Immer wieder hören wir von Kindern, die nicht bei ihren Eltern aufwachsen, mal ein paar Jahre da, ein paar Jahre dort leben.  Die Gründe sind dafür verschieden, mal haben die leiblichen Eltern keine Zeit für die Kinder, weil sie noch eine Ausbildung machen. Oder sie haben zuwenig Geld, um die Kinder durchzubringen. Oder sie sind krank. Oder sie sind gestorben. Manchmal wohnt ein Kind bei Verwandten, um in diesem Ort in die Schule zu gehen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Mein Schüler hat einige Jahre bei seinem Onkel gelebt. Auch diese Jahre waren für ihn hart. Die Frau seines Onkels wollte ihn gar nicht unterstützen, weil sie ihre eigenen Kinder hatte und eigene Verwandte. Er bekam wenig zu essen und kein Geld, um sich in der Schule etwas zum Mittagessen zu kaufen. Nach Abschluss der Sekundarschule holten seine Eltern ihn deswegen wieder zurück. Er machte die Aufnahmeprüfung für die Krankenpflegeschule und lebt seitdem bei uns im Internat. Es war sein Plan, nach seiner Ausbildung für ein paar Jahre ins Dorf seiner Eltern zu ziehen und die Beziehung zu ihnen wieder in Ordnung zu bringen. Er kennt auch seine Geschwister kaum, und viele Verwandte würde er auf der Strasse nicht erkennen. Leider ist nun vor vier Wochen sein Vater an Malaria gestorben&#8230;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Die Familie ist durch den Tod des Vaters, der Primarlehrer war und in den letzten Jahren aufgehört hatte zu trinken, in grossen Schwierigkeiten. Drei Kinder befinden sich in einer Ausbildung, für die Schulgeld gezahlt werden muss. Andere Kinder aus anderen Familien, die bei ihnen leben, müssen jetzt in ihre Ursprungsfamilie zurückgeschickt werden. Mein Schüler muss nun 150 000 Schilling (150 Franken) Schulgeld auftreiben, damit er die Ausbildung beenden kann. Er wollte mit mir heute besprechen, wie er dabei am besten vorgehen könnte.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ndanda-projekt.info/text-1099/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Nocheinmal Tollwut</title>
		<link>http://www.ndanda-projekt.info/text-1096</link>
		<comments>http://www.ndanda-projekt.info/text-1096#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 14 Mar 2010 12:07:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bernice</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tagebuch]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ndanda-projekt.info/?p=1096</guid>
		<description><![CDATA[
Letztes Wochenende ist noch ein zweites Kind mit Tollwut eingeliefert worden. Es wurde letztes Jahr im Oktober von einem Hund gebissen. Beide Patienten sind noch am Wochenende gestorben.  Am Sonntag meldete sich eine Mutter eines weiteren Kindes, das vom gleichen Hund gebissen worden war. Es  hat noch keine Symptome entwickelt. Anfang Woche dann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Letztes Wochenende ist noch ein zweites Kind mit Tollwut eingeliefert worden. Es wurde letztes Jahr im Oktober von einem Hund gebissen. Beide Patienten sind noch am Wochenende gestorben.  Am Sonntag meldete sich eine Mutter eines weiteren Kindes, das vom gleichen Hund gebissen worden war. Es  hat noch keine Symptome entwickelt. Anfang Woche dann ist es unserer Apothekerin gelungen, Tollwutimpfstoff zu organisieren. Am Mittwoch konnte dieses Kind geimpft werden. Ich hoffe, dass es überlebt.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Eine weitere Szene dieser Woche hat sich mir in die Seele gebrannt. Auf dem Weg zum Büro von Elias war der Gang vor einer Station voller Leute. Eine Frau schrie fürchterlich. Sie hatte zwei Kinder. Eines ist vor Jahren gestorben, als es noch ein Baby war. Das andere ist am Montag an Malaria gestorben, mit sechs Jahren.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ndanda-projekt.info/text-1096/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Tollwut</title>
		<link>http://www.ndanda-projekt.info/text-1089</link>
		<comments>http://www.ndanda-projekt.info/text-1089#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 18:11:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bernice</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tagebuch]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ndanda-projekt.info/?p=1089</guid>
		<description><![CDATA[
Unsere Tage in Ndanda sind gefüllt mit vielen Eindrücken, die zu verarbeiten manchmal schwer ist. Davon zu berichten ist nicht einfach, da immer etwas auf der Strecke bleibt und das gezeichnete Bild nicht vollständig ist. Heute war ein beispielhafter Tag.
Er began für mich mit zwei Unterrichtsstunden zum Thema Blutgruppen. Erst vor ein paar Wochen habe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Unsere Tage in Ndanda sind gefüllt mit vielen Eindrücken, die zu verarbeiten manchmal schwer ist. Davon zu berichten ist nicht einfach, da immer etwas auf der Strecke bleibt und das gezeichnete Bild nicht vollständig ist. Heute war ein beispielhafter Tag.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Er began für mich mit zwei Unterrichtsstunden zum Thema Blutgruppen. Erst vor ein paar Wochen habe ich gemerkt, dass in keiner Klasse das Thema „Aufbau und Funktion des Blutes“, wohl aber z.B. die Themen Blutarmut oder HIV unterrichtet wurden.  Da muss ich mich nicht wundern, dass die Schüler nicht den Inhalt unserer Lektionen nicht verstehen, sondern nur auswendig gelerntes versuchen zu reproduzieren. Wenn die Grundlagen nicht gelegt sind, <strong>können</strong> kompliziertere Sachverhältnisse, die darauf aufbauen, nicht verstanden werden. Aufgefallen war es mir, als ich gebeten wurde, die Pathogenese von HIV zu unterrichten, in einer Klasse die noch nie etwas von dem Immunsystem gehört hat.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Heute hatte ich mir also Zeit genommen, im dritten Ausbildungsjahr ausführlich über Blutgruppen, das ABO-System und den Rhesus-Faktor zu sprechen. Wir können in unserem Spital Bluttransfusionen durchführen, und es ist wichtig, dass die Schüler hier keine Fehler machen. Ich habe auch die Schwierigkeiten erklärt, die eine Rhesus-negative Mutter in Schwangerschaften haben kann. Nachdem ich gestern Nacht im Internet nachgeschaut hatte, war ich der Meinung, fast alle „Afrikaner“ seien Rhesus-positiv. Vonwegen. Vier Rhesus-negative Schüler sassen in der Klasse, davon eine Frau. In Europa könnte ich ihr erklären, wie sie sich und ihr Baby bei Schwangerschaften schützen kann. Doch hier sind die erforderlichen Medikamente (Immunglobuline) nicht erhältlich.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">In der Pause erhielten die Schüler die Nachricht, dass sie sich klassenweise auf der Frauenstation  eine Patientin anschauen sollten. Ein ungefähr zwölf-jähriges Mädchen mit Tollwut. Ein eigentlich schon pensonierter klinischer Lehrer  mit einer grossen Erfahrung erklärte am Patientenbett die Geschichte des Mädchens und demonstrierte das Hauptsymptom. Hydophobia – Angst vor Wasser. Dass Mädchen wälzte sich und schrie verzweifelt vor Angst, als ein Wasserkrug hereingebracht wurde. In diesem Stadium kann man dem Mädchen nicht mehr helfen. Sie wird sterben.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Aber vor fünf Wochen hätte man sie noch retten können. Sie wurde in einem Dorf hier in der Nähe von einem tollwütigen Hund gebissen. Da Tollwut eine lange Inkubationszeit hat, kann man den Menschen auch noch nach dem Biss impfen. Aber auch dieser Impfstoff ist nicht erhältlich. Ich fühle mich beschämt, dass unsere Familie in der Schweiz damit geimpft wurde. In der Schweiz, wo es keine Tollwut gibt, ist er erhältlich. Hier wo es Tollwut gibt, gibt es ihn nicht. Eine verkehrte Welt.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ndanda-projekt.info/text-1089/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wir leben noch&#8230;</title>
		<link>http://www.ndanda-projekt.info/text-1085</link>
		<comments>http://www.ndanda-projekt.info/text-1085#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 14 Feb 2010 17:10:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bernice</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tagebuch]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ndanda-projekt.info/?p=1085</guid>
		<description><![CDATA[Es ist nicht so, dass wir beschlossen haben, die Homepage aufs Eis zu legen. Wir hatten schlicht und einfach einfach zu wenig Zeit dazu. Während unseren Weihnachtsferien in Deutschland und in der Schweiz ist leider unsere Grossmutter gestorben, wir sind dankbar, dass wir die Feiertage noch mit ihr verbringen konnten.
Seit Mitte Januar sind wir nun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist nicht so, dass wir beschlossen haben, die Homepage aufs Eis zu legen. Wir hatten schlicht und einfach einfach zu wenig Zeit dazu. Während unseren Weihnachtsferien in Deutschland und in der Schweiz ist leider unsere Grossmutter gestorben, wir sind dankbar, dass wir die Feiertage noch mit ihr verbringen konnten.</p>
<p>Seit Mitte Januar sind wir nun in Ndanda zurück. Viel ist seitdem passiert. Wir hatten jeder ein Standortgespräch mit der Spitalleitung und dem Tanzania-Koordinator von Interteam. Wir haben mit der Mutter von Elias, die uns für vier Wochen besucht hat, einige Ausflüge unternommen, zum Beispiel zu neuen Brücke nach Mocambique. Wir waren eine Woche in Mtwara, in der Emma von einer portugiesischen Galeere gestochen wurde und haben in einem fünfstündigen Fest den ewigen Profess von zwei neuen tanzanischen Tutzing Schwestern gefeiert. Und natürlich haben wir wieder im Spital gearbeitet, unterrichtet, Prüfungen korrigiert und abgestürzte Computer wieder zum Leben erweckt. Ausserdem arbeiten wir an unserem dritten Rundbrief, der schon wieder im Verzug ist&#8230;</p>
<p>Damit ihr aber jetzt schon (hmm) ein Lebenszeichen von uns habt, habe ich neue Bilder aufs Internet gestellt.</p>
<p>Karibu tena!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ndanda-projekt.info/text-1085/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Cordon-Bleu und Firefinch</title>
		<link>http://www.ndanda-projekt.info/text-1072</link>
		<comments>http://www.ndanda-projekt.info/text-1072#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 22 Nov 2009 16:57:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bernice</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tagebuch]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ndanda-projekt.info/?p=1072</guid>
		<description><![CDATA[
Wir haben keine Affen im Garten, sehen, wenn wir aus dem Fenster schauen, keine Giraffen oder Elefanten. Aber es leben wunderschöne, bunte Vögel auf unserer Wiese und im Mangobaum gegenüber, die in Europa in Volieren bestaunt werden. Da gibt es die kleinen blauen &#8220;Cordon-Bleu&#8221;. Sie hopsen auf dem Boden und picken Körner. Die Gruppe von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: center;">
<div id="attachment_1075" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><a href="http://www.ndanda-projekt.info/wp-content/uploads/cordon_bleu.jpg"><img class="size-full wp-image-1075 " title="Cordon-Bleu" src="http://www.ndanda-projekt.info/wp-content/uploads/cordon_bleu.jpg" alt="Ein Cordon-Bleu in unserem Garten" width="640" height="317" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Cordon-Bleu in unserem Garten</p></div>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Wir haben keine Affen im Garten, sehen, wenn wir aus dem Fenster schauen, keine Giraffen oder Elefanten. Aber es leben wunderschöne, bunte Vögel auf unserer Wiese und im Mangobaum gegenüber, die in Europa in Volieren bestaunt werden. Da gibt es die kleinen blauen &#8220;Cordon-Bleu&#8221;. Sie hopsen auf dem Boden und picken Körner. Die Gruppe von  ungefähr fünf &#8220;Cordon-Bleu&#8221;, die bei uns im Garten wohnt, ist immer von einem einzigen roten &#8220;Firefinch&#8221; begleitet. Auf dem Zaun gegenüber hockt gewöhnlich ein Pärchen &#8220;Common Bulbul&#8221;. Und seit ein paar Wochen wohnen in einem Nest an unserer Hauswand Schwalben. Ich kenne viele Lieder, in denen die Rede von davonziehenden Schwalben ist, aber kann mich nicht erinnern, sie in der Schweiz manchmal  gesehen zu haben. Wenn hier dunkle Wolken aufziehen und es so aussieht, als würde es bald regnen, schiessen die Schwalben in schnellen, tiefen Runden an unseren Köpfen vorbei.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: center;">
<div id="attachment_1077" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><a href="http://www.ndanda-projekt.info/wp-content/uploads/firefinch.jpg"><img class="size-full wp-image-1077 " title="Firefinch" src="http://www.ndanda-projekt.info/wp-content/uploads/firefinch.jpg" alt="Firefinch" width="640" height="353" /></a><p class="wp-caption-text">Firefinch</p></div>
<p style="text-align: center;">
<div id="attachment_1083" class="wp-caption aligncenter" style="width: 387px"><a href="http://www.ndanda-projekt.info/wp-content/uploads/img_2927.jpg"><img class="size-full wp-image-1083 " title="Lesser Striped Swallow" src="http://www.ndanda-projekt.info/wp-content/uploads/img_2927.jpg" alt="Die Schwalbe, die bei uns wohnt. (Lesser Striped Swallow)" width="377" height="560" /></a><p class="wp-caption-text">Die Schwalbe, die bei uns wohnt. (Lesser Striped Swallow)</p></div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ndanda-projekt.info/text-1072/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Endlich Regen&#8230;</title>
		<link>http://www.ndanda-projekt.info/text-1052</link>
		<comments>http://www.ndanda-projekt.info/text-1052#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 14:37:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>elias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tagebuch]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ndanda-projekt.info/?p=1052</guid>
		<description><![CDATA[
Ndanda liegt südlich des Äquators. Nicht sehr weit südlich, aber dennoch spürt man den Unterschied zwischen &#8220;Sommer&#8221; und &#8220;Winter&#8221;. Der &#8220;Winter&#8221; hat sich bereits seit längerem verabschiedet &#8230; schon im September. Davor, von Juni bis August, waren die Temperaturen die tiefsten des Jahres: sie stiegen am Tag durchschnittlich auf 28 Grad und sanken auf 20 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">
<div id="attachment_1055" class="wp-caption aligncenter" style="width: 538px"><a href="http://www.ndanda-projekt.info/wp-content/uploads/img_2722-1.jpg"><img class="size-full wp-image-1055  " title="Regen" src="http://www.ndanda-projekt.info/wp-content/uploads/img_2722-1.jpg" alt="Emma im Regen" width="528" height="297" /></a><p class="wp-caption-text">Emma geniesst den Regen</p></div>
<p>Ndanda liegt südlich des Äquators. Nicht sehr weit südlich, aber dennoch spürt man den Unterschied zwischen &#8220;Sommer&#8221; und &#8220;Winter&#8221;. Der &#8220;Winter&#8221; hat sich bereits seit längerem verabschiedet &#8230; schon im September. Davor, von Juni bis August, waren die Temperaturen die tiefsten des Jahres: sie stiegen am Tag durchschnittlich auf 28 Grad und sanken auf 20 Grad in der Nacht. Das war angenehm. Im tansanischen &#8220;Winter&#8221; verlieren auch die Bäume ihre Blätter &#8211; ich denke aufgrund der Trockenheit in dieser Zeit &#8211; und wenn wir auf die Berge des Makonde-Plateaus hinter Ndanda blicken, sehen wir immer noch das kahle Grau-Braun der Wälder, wo sonst ein grünes Dickicht herrscht.</p>
<div id="attachment_1060" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://www.ndanda-projekt.info/wp-content/uploads/img_2757.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-1060 " title="Zuhause" src="http://www.ndanda-projekt.info/wp-content/uploads/img_2757-150x150.jpg" alt="Nach der Arbeit zuhause" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Nach der Arbeit zuhause</p></div>
<p>Inzwischen ist der Sommer wieder zurückgekehrt. Seit September wird es langsam wärmer und wärmer. Man merkt es daran, dass man sich Nachts irgendwann nur noch mit einem ganz dünnen Tuch zudecken möchte, oder dass man froh ist, wenn man nach der Arbeit möglichst viele Kleidungsstücke ausziehen kann. Inzwischen bin ich froh, wenn ich zuhause fast gar nichts mehr anziehen muss und in der Nacht benutze ich die Decke als Schweisstuch anstatt als Zudecke. Die Temperaturen betragen jetzt etwa 35 Grad am Tag und 25 Grad in der Nacht und es wird noch wärmer. Das Land ist sehr trocken, das Gras ist verdorrt und man sehnt sich immer mehr den Regen herbei, der wieder Grün hervorbringen und eine willkommene Erfrischung an einem heissen Tag bieten soll.</p>
<div id="attachment_1063" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.ndanda-projekt.info/wp-content/uploads/img_2689-1.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-1063  " title="Sita und Emma" src="http://www.ndanda-projekt.info/wp-content/uploads/img_2689-1-150x150.jpg" alt="Zusammen mit Sita, einer Besucherin unserer Nachbarn, läuft Emma durch die Sturzbäche, die von unserem Dach kommen." width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Emma läuft zusammen mit Sita durch die Sturzbäche, die von unserem Dach kommen.</p></div>
<p>Und nun war es soweit. Am Samstag nachmittag verdunkelte sich der Himmel immer mehr und ein starker Wind kam auf, bis plötzlich ein wahrer Sturzregen einsetzte. Es war bereits häufig so, dass der Himmel bedeckt war und sich dunkle Wolken zeigten, aber bisher gab es höchstens ganz selten mal ein paar einzelne Tropfen. Am Samstag aber goss es in Strömen. Nach ungefähr einer halben Stunde war das Gröbste vorbei. Wir haben es sehr genossen und Emma lief vor Freude kreischend durch die Sturzbäche, die von unserem Hausdach herunterprasselten.</p>
<p>Hier in Tansania nennt man die Regenfälle, die jetzt einsetzen, &#8220;Mango-Regen&#8221;, weil im November die Mangos reif werden. Überall sieht man diese Früchte jetzt auf den Bäumen. Auf dem Markt kann man Mangos zwar schon seit ein paar Wochen kaufen, aber bisher waren die Preise noch etwas höher als üblich, da nur wenige reif waren. Aber mit dem Regen wird sich das ändern und bald wird es immer mehr der köstlichen Früchte geben. Emma liebt Mangos über alles und könnte sie den ganzen Tag essen. Das macht sie dann &#8211; auf unseren Wunsch hin &#8211; meistens draussen, weil das Mango-Essen eine sehr tropfende und klebrige Angelegenheit ist.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ndanda-projekt.info/text-1052/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Rundbrief &#8220;Salama&#8221; Nr. 2</title>
		<link>http://www.ndanda-projekt.info/text-1024</link>
		<comments>http://www.ndanda-projekt.info/text-1024#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 10 Oct 2009 08:08:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>elias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rundbriefe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ndanda-projekt.info/?p=1024</guid>
		<description><![CDATA[Endlich haben wir geschafft unseren zweiten Rundbrief zu verschicken! Die elektronische Version liegt eigentlich schon seit ein paar Wochen vor, doch dann gab es noch ein paar Hürden mit dem Druck:
In der Schweiz geht das ja recht einfach: Man schickt die Datei per Email an einen der vielen Online-Druck-Anbieter, oder bringt sie selbst in einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Endlich haben wir geschafft unseren zweiten Rundbrief zu verschicken! Die elektronische Version liegt eigentlich schon seit ein paar Wochen vor, doch dann gab es noch ein paar Hürden mit dem Druck:</p>
<p>In der Schweiz geht das ja recht einfach: Man schickt die Datei per Email an einen der vielen Online-Druck-Anbieter, oder bringt sie selbst in einem Copy-Shop vorbei. Dann wird das Ganze digital auf einem Laserdrucker ausgedruckt und man kann es mitnehmen oder es wird per Post an die eigene Adresse zurückgeschickt. Das geht schnell und kostet gar nicht so viel. Man könnte die Datei sogar aus Tansania in die Schweiz schicken und dort drucken lassen, aber wir hatten uns überlegt, dass wir den Rundbrief gerne von hier aus &#8211; mit einer tansanischen Briefmarke &#8211; verschicken wollten. Ausserdem wollten wir gerne in &#8220;unserer&#8221; Ndanda-Printing-Press drucken lassen.</p>
<p>Die Druckerei hier in Ndanda, die von Bruder Markus geführt wird, ist wirklich beeindruckend. Eine riesige Halle, ganz viele Arbeiter und verschiedene sehr grosse (und gute) Druckmaschinen. Allerdings wird hier &#8220;richtig&#8221; gedruckt, das heisst im Offset-Verfahren und nicht digital. Dazu muss zuerst ein &#8220;Film&#8221; und dann eine Druckplatte für die einzelnen Seiten gemacht werden. Da wir schöne Fotos im Rundbrief haben, wollten wir natürlich gerne in Farbe drucken. Dazu braucht es dann aber auch noch eine &#8220;Farbseparation&#8221; und die muss in Dar-es-Salaam gemacht werden. (Der Transport nach Dar-es-Salaam und wieder zurück würde allein schon ca. 2 Wochen dauern.) All das macht den Druck dann aber viel teurer, als es in der Schweiz der Fall wäre.</p>
<p>Wir haben dann versucht, eine andere Möglichkeit zu finden, die preislich günstiger ist (z.B. irgendwo kopieren oder auf einem Farbdrucker ausdrucken), aber Farbkopierer gibt es hier nicht und für die wenigen Farbdrucker ist die Tinte oder der Toner so schwer zu beschaffen und so teuer, dass auch das nicht möglich war. In Dar-es-Salaam hätten wir vielleicht eine Lösung gefunden, aber hier im Süden war es unmöglich. So haben wir uns schlussendlich entschieden, den Rundbrief in Schwarz-Weiss drucken zu lassen. Das lag in unserem Budget und wir konnten ihn in der Druckerei der Benediktiner durch Bruder Markus und sein Team drucken lassen. Im Nachhinein freuen wir uns über diesen Entscheid, denn die Qualität des Druckes ist sehr gut &#8211; vielleicht besser noch als ein digitaler Farbdruck&#8230; Unsere Interteam-Kollegen hier vor Ort haben uns dann netterweise beim Falzen und beim Versand geholfen.</p>
<p>So wünschen wir allen Verwandten und Freunden Freude beim Lesen und freuen uns auf allfälllige Rückfragen oder Kommentare.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.ndanda-projekt.info/wp-content/uploads/rundbrief2_vierneisel_internet.pdf">Hier könnt ihr den Rundbrief herunterladen &#8211; in Farbe! (PDF &#8211; Dateigrösse 2.1 MB) </a></p>
<div id="attachment_1029" class="wp-caption aligncenter" style="width: 210px"><a href="http://www.ndanda-projekt.info/wp-content/uploads/rundbrief2_vierneisel_internet.pdf"><img class="size-full wp-image-1029  " title="Rundbrief &quot;Salama&quot; Nr. 2" src="http://www.ndanda-projekt.info/wp-content/uploads/rundbrief2_titel.jpg" alt="Rundbrief &quot;Salama&quot; Nr. 2" width="200" height="283" /></a><p class="wp-caption-text">Rundbrief &quot;Salama&quot; Nr. 2</p></div>
<p>Für bessere Bildqualität gibt es noch zwei andere Versionen:<br />
<a href="http://www.ndanda-projekt.info/wp-content/uploads/rundbrief2_vierneisel.pdf">Dateigrösse 4 MB</a><br />
<a href="http://www.ndanda-projekt.info/wp-content/uploads/rundbrief2_vierneisel_gross.pdf">Dateigrösse 14.9 MB</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ndanda-projekt.info/text-1024/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
